Kajak oder Kanu, was macht den Unterschied?

Seekajak

Chiemsee, Starnberger See, Ammersee, Staffelsee, Tegernsee – Wasser zum Paddeln gibt’s in Oberbayern zum Abwinken. Bis zum Gardasee ist es ein Katzensprung und an der Adria ist man auch in wenigen Stunden. Zum Befahren dieser offenen Gewässer und Küstenregionen eignet sich ein Seekajak. Die Länge bis zu fünf Metern sorgt für ein ruhiges Fahrverhalten. Damit man ein Boot von solcher Länge gut handhaben kann, empfehle ich sehr gerne Carbonkajaks, die mit einem Gewicht von 16 kg auch von kleineren Menschen komfortabel getragen werden können.

 

Faltboot

Zwei Paddler im Faltboot

Ein Faltboot ist ein zerlegbares Boot, das im Wesentlichen aus einer flexiblen Bootshaut und einem zerlegbaren Innengerüst besteht. Es eignet sich ideal zum Fluss- oder Seenwandern. An der Einstiegsstelle werden die Teile, die in einer Tasche verpackt sind, zusammengesetzt. Dann geht’s los und an der Ausstiegsstelle wird alles wieder eingepackt und nach Hause befördert. Das geht sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln und das lästige Parken eines zweiten Autos fällt weg.

Die Firma Klepper aus Rosenheim fertigt nunmehr seit über 100 Jahren Faltboote. Zur Klepper Flotte gehören der Einsitzer, der Zweisitzer und der Mehrsitzer, in dem eine ganze Familie Platz findet.

Schlauchkajak am Hafen in Venedig

Schlauchkajak und –kanu

Aufblasbare Kajaks und Kanus eignen sich ebenfalls zum Befahren von Flüssen und Seen. Sie sind sicher, stabil und zudem handlich und einfach verpackbar.

Das macht sie auch zum idealen Begleiter auf Reisen.

Kanu

Kanufahren verbinden wohl die meisten mit Abenteuer und Wildnis. Mit dem Kanu gleitet man lautlos durch die Natur, kann Biber und Wasservögel beobachten. Wer länger unterwegs sein möchte, findet genügend Platz – nicht nur für Kind und Kegel, sondern auch für Sack und Pack, vom Proviant bis zum Zelt.

Surfski

Fahrt im Surfski

Mit dem Surfski gleitet man, ähnlich dem Wellenreiten, auf den Meereswellen. Der Sport, der neben guter Kondition und Technik auch ein besonders gutes Gespür für Wasser und Gleichgewicht erfordert, ist in den wärmeren Küstenregionen Australiens, Kaliforniens, Hawaiis, Neuseelands und Südafrikas weit verbreitet.

Outrigger

Outrigger auf dem See

Wer Outrigger oder zu gut deutsch Auslegerkanu (Auslegerboot) hört, hat vermutlich sofort ein Bild der Südsee vor sich. Der moderne Auslegerkanu-Sport entwickelte sich in Französisch-Polynesien (hier heißen sie Va’a) und Hawaii, wo 1908 der noch heute existierende Outrigger-Canoe and Surfboard Club gegründet wurde. Von dort aus verbreitete sich der Sport in der heutigen Form bis nach Amerika, Australien und Asien sowie schließlich Europa. Auch am Chiemsee sind einige Outriggerfahrer unterwegs.